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Aufbau eines Dart-Pfeils
Die unterschiedlichen Dart-Spitzen
Derzeit gibt es noch zwei unterschiedliche Spitzen: Die eine hat ein 6 mm starkes Gewinde und wird für die schlanken Darts verwendet. Sie hat die Bezeichnung "2 BA".
Die andere Spitze hat ein 8 mm starkes Gewinde und wird für die schwereren Darts verwendet, deren Schwerpunkt sehr weit vorne an der Spitze liegt - sie trägt die Typ-Bezeichnung 1/4".
Mal ins Detail: Breite Gewinde im Dartbarrel setzen auch eine breite Grundbohrung voraus, wobei an den Seiten derselben auch genügend Material stehen bleiben muss, um bei einem Fall auf den Boden nicht gleich zu zerplatzen. Dafür eignen sich entsprechend Formen mit bulligem Körper, die zumeist aus Messing (Brass) mit niedrigem spezifischen Gewicht (Dichte und Härte) sind.
Im Gegensatz dazu werden dünne Barrels wie die aus 97% Tungsten (Wolfram) mit hohem spezifischen Gewicht - mit schmalen Spitzengewinden hergestellt, um dem Dart einen schlanken Körper zu geben.
Da EMPIRE Dart die neueste Technologie verwendet, geht der Trend mittlerweile in Richtung "2 BA"-Spitzen. Denn durch die Verwendung eines speziellen Polycarbonat-High-Tech-Kunststoffes wird bei der E-Point Spitze (egal ob 1/4" oder 2BA, kurz oder lang) allerhöchste Belastbarkeit durch bestes Material garantiert!
Das Dart-Barrel
Es ist richtig, dass das Barrel als gewichtsdominierender Bestandteil eines Pfeils, den Preis hauptsächlich bestimmt. Die wesentlichen preisbestimmenden Faktoren sind:
Das Material:
Barrels für Einsteiger werden hauptsächlich aus Messing gefertigt. Die Grundmaterialen Kupfer und Zink sind relativ preiswert und lassen sich gut verarbeiten.
Höherwertig ist die Materialzusammensetzung Silber/Nickel. Die Zusammensetzung aus dem Edelmetall (Silber) und dem Schwermetall (Nickel) sind noch gut verarbeitbare Materialien. Die etwas höhere Dichte ermöglicht es bei gleichem Gewicht schlankere bzw. kürzere Barrels im Vergleich zu Messing herzustellen.
Tungsten ist das hochwertigste Material für Barrels. Das Schwermetall, auch Wolfram genannt, hat eine sehr hohe Dichte und Härte. Dieser Werkstoff ist nur mit hohem Aufwand zu verarbeiten. Professionelle Spieler bevorzugen Barrels mit einem hohen Tungstenanteil, um mit einem möglichst schlanken Pfeil, bei dennoch hohem Gewicht die bestmöglichste Treffergenauigkeit zu erhalten.
Die Weiterverarbeitung:
Der Bearbeitungsaufwand der Oberfläche, also ob das Barrel geriffelt, gerillt, graviert oder mit den besonders griffigen Shark-Rillen versehen wird, beeinflusst ebenfalls die Wertigkeit eines Barrels wie die Veredelung.
Barrels gibt es lackiert, vernickelt und verchromt sowie mit Textron-Beschichtung. Das hochwertige Barrel-Finish mit der Gold-/Titanlegierung wird vor allem Dartfreaks des exklusiven Geschmacks ansprechen.
Der Dart-Schaft
Alles was mit dem Sportgerät - egal um welche Sportart es sich handelt - zusammenhängt, kann und darf nicht gleichgültig behandelt werden. So auch beim Dart und gerade bei den Schäften.
Die Länge eines Schafts wird ohne Gewinde gemessen. D.h. die Längenangabe entspricht immer dem sichtbaren Teil des Schafts, sobald dieser in ein Barrel fest eingeschraubt ist. Sie sind die Verlängerung des Darts und bestimmen seinen Schwerpunkt.
Die Auswahl des Materials hat natürlich auch nur einen Sinn, wenn man um dessen Vor- und Nachteile weiß. Die Aluminium- und Messingschäfte haben den großen Vorteil, dass sie ein hohes spezifisches Gewicht haben und damit auch schön schlank sind, was für Treffer auf kleinstem Feld nur gut sein kann. Fallen sie jedoch auf den Boden (soll häufiger vorkommen), bekommen sie meistens einen Schlag und sind teilweise verzogen, was man auf den ersten Blick gar nicht sieht. Diese plastische Veränderung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden, der Flug des Darts wird sich jedoch zwangsläufig verändern.
Der Kunststoff- bzw. Nylonschaft hat den Nachteil, dass er zumeist recht dick ist und er nachfolgende Darts leichter vom eigentlichen Ziel ablenken kann. Sein Vorteil liegt jedoch darin, dass er sich beim Herunterplumpsen nur elastisch verformt, somit in seine Ausgangsform zurückkehrt. Im härtesten Fall bricht er am Barrelende ab, was in 99.9% der Fälle an einem harten Fußboden liegt.
Also entscheidet selbst welcher Schaft der Richtige ist, schließlich müsst ihr ja auch damit werfen!
Kleiner Tipp: Eine Dartmatte ist grundsätzlich eine spielmaterialschonende Anschaffung.
Welche Flys? Welche Schäfte?
Ist es egal, welchen Fly oder Schaft ich benutze?
Im Allgemeinen ja, im Speziellen nicht. Der Dart wird mit kurzen und langen Schafts, mit kleinen wie auch mit großen Fly´s fliegen - kein Thema. Aber um euer Sportgerät optimal auf euch einzustimmen, müsst ihr einige Kombinationen ausprobieren.
Zu den veränderbaren Faktoren wie Schaft und Fly gehört aber auch der Dart selbst. Das ist wie bei der Formel 1 - da gehört mehr dazu, als nur ein guter Frontspoiler oder gute Reifen...die Abstimmung machts.
Im Grunde sollten insbesonder Anfänger zu einem größeren Fly - dem Stabilisator des Darts - , greifen, der den Dart sicher und bei geringem Kraftaufwand weit trägt. Verwendet ihr dazu einen langen Schaft, zieht der Dart bei normaler Wurfkraft wie von alleine in die oberen Felder - und die Kraft werdet ihr bei langen Turnieren brauchen!
Bei kurzen Schaft braucht es eine ausgefeilte Technik und ausreichend Power, um die Biester in die Treble 20 zu schicken.
Tipp: Nehmt zu Beginn eurer Dart-Karriere Darts mit langem Schaft und großen Flys, versucht hin und wieder kurze Schäfte, oder tauscht die Fly´s gegen kleinere aus. Ihr werdet feststellen, dass euch die ein oder andere Kombination auf Dauer besser treffen lässt. Aber tut euch eins nie an: wechselt niemals in einem Ligaspiel oder Turnier die Darts, schon gar nicht die Schäfte gegen kürzere oder längere, die Fly´s gegen größere oder kleinere aus - denn bis ihr euch auf dieses neue Set eingestellt habt, ist das Spiel meistens schon verloren.
Wurfabstände
Welche Abstände sind beim Dartspiel zu beachten?
Um überall optimale Leistung bringen zu können, müssen Dartboards immer gleich hoch montiert sein und von gleicher Distanz aus bespielt werden.
Die exakte Turnierhöhe liegt bei 173 cm, gemessen vom Mittelpunkt der Scheibe (Bull`s Eye) bis zum Boden.
Die Pfeile werden auf E-Dartboards im Abstand von 244 cm geworfen, mit Ausnahme von Merkur Dart, dort zielt man aus einer Entfernung von 237 cm.
Auf Steeldart-Boards wird generell im traditionellen Abstand von 237 cm geworfen.
Wichtig: Gemessen wird immer von der Vorderkante des Dartboards aus, nicht von der Wand!
Der Abwurf
Was ist beim Abwurf zu beachten?
Die Bewegung für den richtigen Abwurf kommt aus dem Unterarm und aus dem Handgelenk. Der Körper bleibt dabei ruhig stehen. Die Hand folgt dem Pfeil und wird anschließend ganz durchgestreckt. Die Wurfbewegung muss also immer voll zu Ende geführt werden.
Der richtige Pfeil-Griff
Was gilt es beim Griff zu beachten?
Der optimale Griff ist in erster Linie reine Gefühlssache. Dabei sollte der Pfeil mindestens mit drei Fingern - nicht verkrampft, aber auch nicht zu locker - gehalten werden. Der Daumen liegt etwa im Schwerpunkt des Barrels. Dadurch wird die Richtung des Pfeils während des Abwurfes stabilisiert.
Die richtige Fuss-Stellung
Wie wichtig ist die Fußstellung?
Ideal ist es, sich in direkter Linie vor die Scheibe zu stellen (sonst ist die Optik verzerrt). Ein Rechtshänder stellt das rechte Bein, ein Linkshänder das linke Bein vor und belastet es bequem. Das jeweils andere Bein bleibt fest am Boden.
Wichtig ist ein stabiler Stand bei leichter Vorlage. Während des Abwurfes immer ruhig stehen bleiben (keine Wipp-Bewegungen). |
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